30 Jahre konzessionierter Eisenbahnbetrieb
Am Festwochenende vom 26.-28.09.2025 feierten die Gemeinde Schönheide zusammen mit der Museumsbahn Schönheide das Bestehen einer 30 jährigen Konzession zum Betreiben einer Schmalspurbahn von Schönheide nach Stützengrün, welche aus dem Wiederaufbau eines Teilstückes von Wilkau-Haßlau nach Carlsfeld, hervorging. Zum 27.09.2025 lief die vorerst befristete Genehmigung aus, so dass eine neue Genehmigung beantragt wurde. 1995 wurden solche Urkunden auf 15 Jahre befristet vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ausgegeben. Nach neuer Rechtsauffassung erfolgen nun diese besonderen Genehmigungen unbefristet. Außerdem verkehrten am 27.09.1975 die letzten planmäßigen Züge.
Mit der Betreibung der Strecke wurde vertraglich die Museumsbahn Schönheide beauftragt.
Am 26.09.2025 lud der Bürgermeister Vertreter des Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung, die Landeseisenbahnaufsicht Sachsen, Vertreter aus Politik und Wirtschaft, die Betriebs- und Vereinsleitung sowie ehemalige Mitarbeiter aus Behörden, die 1995 mitgewirkt haben, zu einer Festveranstaltung ein. Zuerst traf man sich auf dem Bahnhof Rothenkirchen, wo die drei Bürgermeister aus Schönheide, Stützengrün und Steinberg die sogenannte Steinberger Bahnvision, eine Absichtserklärung einer möglichen Streckenerweiterung und Entwicklung einer touristischen Bahninfrastruktur, unterzeichneten. Danach führte Bürgermeister Viehweg aus Stützengrün die Bahngesellschaft durch die ehemalige Konsum Bürstenfabrik (jetzt Bürstenmann). Natürlich reiste man stilecht im Sonderzug, gezogen von der 99 585, die Maschine, die den letzten planmäßigen Zug führte, an.
Am Abend traf man sich zur Festveranstaltung, um Rückblick zu halten, Ehrungen durchzuführen und natürlich warteten alle gespannt auf die Übergabe der „neuen“ unbefristeten Genehmigung durch Herrn Donner, Referatsleiter des Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung. In seiner Festrede würdigte Herr Donner das Engagement der Kommunalpolitiker, solche unbekannte Aufgaben zu übernehmen und dies 30 Jahre als Konzessionär zu führen. Ein sicherlich damals weitreichender Beschluss der Gemeinderäte. Nach der Döllnitzbahn in Mügeln, der Stadt Jöhstadt, war die Gemeinde die dritte Nichtbundeseigene Eisenbahn in Sachsen, die so eine Genehmigung erhielt und noch in Betrieb war. Geschuldet war dies, dass die Behörde das historische Datum des letzten Zuges als Neustart in den privaten Eisenbahnbetrieb als Anlass nahm. Historisches Verantwortungsbewusstsein schon damals.
Bürgermeister Lang von der Gemeinde Schönheide, als Inhaber der Betriebsgenehmigung erhält aus den Händen von Referatsleiter Donner die unbefristete Genehmigung, wieder gültig ab dem 27.09.2025
Foto: Leon Büttner
Bürgermeister Lang dankte dem Eisenbahnbetriebsleiter Matthias Büttner für 30 Jahre treuen Dienst als Eisenbahnbetriebsleiter für die Gemeinde Schönheide mit einer ansprechend gestalteten Urkunde sowie eine Anerkennung, die den Hp Neulehn nachstellt. Foto: Leon Büttner
Am Samstag und Sonntag wurde auf der Museumsbahn Schönheide viel Eisenbahnbetrieb geboten. Erstmals waren alle drei in Schönheide beheimateten Dampflokomotiven im Einsatz. Es wurde ein kurzweiliger Zweizugbetrieb mit drei Lokomotiven durchgeführt, viele Eisenbahnfreunde kamen zum Gratulieren und vor allem auch zum Mitfahren. Höhepunkt war die mittägliche Lokparade vor dem heimischen Schuppen.
Keine Eisenbahn funktioniert ohne Personal. Aufstellung aller Beteiligten vor den drei Lokomotiven zur Lokparade am 28.09.2025.
Foto: Norman Timpe
Besonderen Dank für die gelungene Veranstaltung gilt allen Beteiligten aus den verschiedenen Vereinen, den Behörden, den Transportunternehmen, insbesondere unseren Anwohnern für ihr Verständnis.
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Museumsbahn Oktober (MI, 01. Oktober 2025)








