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Kommunale Wärmeplanung Schönheide

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Bild zur Meldung: Bilddatei zum Punkt 4 im Bericht

Bürgerveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung

 

Am 27. Januar 2026 fand in der Oberschule Schönheide eine Bürgerveranstaltung zur Vorstellung der Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung statt. Rund 25 interessierte Bürgerinnen und Bürger – darunter auch Mitglieder des Gemeinderates – folgten der Einladung der Gemeinde Schönheide.

Nach der Eröffnung durch den Bürgermeister präsentierte die mit der Wärmeplanung beauftragte KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH die wichtigsten Resultate ihrer Analyse. Ergänzend informierte die unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) über Möglichkeiten des Heizungsaustausches in privaten Wohngebäuden.

Im Anschluss an die Vorträge standen an Gesprächstischen Vertreterinnen und Vertreter von KEM GmbH, der VZS, der Gemeinde sowie der Gas- und Stromnetzbetreiber MITNETZ Strom und inetz GmbH für Fragen aus der Bürgerschaft zur Verfügung.

 

Die zentralen Aussagen der Bürgerinformationsveranstaltung sind hier nochmal zusammengefasst:

 

  1. Die Wärmeplanung ist eine langfristige kommunale Strategie mit dem Ziel, die Wärmeversorgung bis 2045 auf erneuerbare Energien, industrielle Abwärme und Effizienzsteigerungen umzustellen. Zwischenschritte sind für die Jahre 2030, 2035, 2040 und 2045 vorgesehen.

  2. Die Gebiete Am Schwarzwinkel und Innenstadt wurden vertieft daraufhin untersucht, ob Potenziale für die Etablierung eines Wärmenetzes bestehen. Die Analyse zeigt, dass das Gebiet Am Schwarzwinkel hierfür geeignet ist, während sich für die Innenstadt derzeit keine entsprechende Eignung ergibt. Als nächster Handlungsschritt wird empfohlen, Gespräche mit potenziellen Wärmenetzbetreibern aufzunehmen bzw. bereits bestehende Kontakte zu vertiefen.

  3. Bürgerinnen und Bürger müssen beim Einbau neuer Heizungen ab Januar 2024 die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) beachten, das steigende Anteile erneuerbarer Energien vorschreibt (15 % ab 2029, 30 % ab 2035, 65 % ab 2040, 100 % ab 2045). Für individuelle Fragen zu Heizungsoptionen, Gebäude- oder Heizungschecks sowie Fördermöglichkeiten steht die Verbraucherzentrale Sachsen als unabhängige Anlaufstelle zur Verfügung. 

  4. Im Rahmen der Gebietseinteilung wurde untersucht, welche Teilgebiete in Schönheide bis zum Jahr 2045 potenziell als Wärmenetzgebiet, dezentrales Versorgungsgebiet oder Prüfgebiet infrage kommen. Wärmenetzgebiete sind Bereiche, in denen eine zentrale Wärmeversorgung grundsätzlich möglich ist. In dezentralen Versorgungsgebieten werden weiterhin individuelle, gebäudeeigene Heizlösungen erforderlich sein. Für Prüfgebiete kann derzeit keine eindeutige zukünftige Versorgungsform benannt werden, da sowohl eine Nutzung des bestehenden Gasnetzes (z. B. mit Wasserstoff) als auch dezentrale Lösungen grundsätzlich möglich sind. Da aktuell noch offen ist, wie, wann und zu welchen Kosten Wasserstoff zur Verfügung stehen wird, wird den Bürgerinnen und Bürgern in Prüfgebieten empfohlen, sich frühzeitig über dezentrale Heizlösungen für das eigene Gebäude zu informieren.

 

Die Präsentation der KEM zum Text finden Sie in den Anlagen zum Download.

 

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