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Gemeinsame Presseerklärung der Museumsbahn Schönheide e.V. sowie der Kommunen Schönheide, Stützengrün und Steinberg anlässlich des 30-jährigen Konzessionsjubiläums Museumsbahn Schönheide

Gemeinsame Presseerklärung der Museumsbahn Schönheide e.V. sowie der Kommunen Schönheide, Stützengrün und Steinberg 

anlässlich des 30-jährigen Konzessionsjubiläums Museumsbahn Schönheide

 

Geschichtliches zur Schmalspurbahn Wilkau-Haßlau Carlsfeld und Museumsbahn Schönheide e.V.

Als am 27.09.1975 der Reiseverkehr auf dem letzten in Betrieb befindlichen Streckenast von Rothenkirchen nach Wilzschhaus (heute Schönheide Süd) eingestellt wurde, ahnte keiner etwas, dass ein Teilstück der ehemaligen Schmalspurbahn Wilkau-Haßlau–Carlsfeld genau 20 Jahre später eine Betriebsgenehmigung erhalten würde. Am 27.09.1995 erhielt die Gemeinde Schönheide die Rechte zum Betreiben einer Schmalspurbahn durch das Sächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Mit dem aus ehemaligen Eisenbahnern und Enthusiasten neu gegründeten Verein Museumsbahn Schönheide e.V. wurde ein Betreibervertrag über den Betrieb als nichtbundeseigene Eisenbahn geschlossen, der heute noch besteht.

Am 27.09.2025 läuft die befristete Genehmigung (gemäß damaliger Gesetzeslage gab es nur auf 15 Jahre befristete Genehmigungen) ab, so dass genau nach 30 Jahren eine Neufassung, als unbefristete Genehmigung zum historischen Tag der Stilllegung, verliehen wird. Mit einer 30-jährigen Betriebszeit haben sicherlich alle beteiligten Gemeinden, die Gemeinde Schönheide als Betreiberin, die Gemeinden Stützengrün und Steinberg, dass ein Eisenbahnbetrieb auch weiterhin gewollt ist. Mit der Wiederinbetriebnahme der Rothenkirchener Lok (älteste betriebsfähige Schmalspurlok Deutschlands) steht eine Dampflok der Superlative (Baujahr 1892) im Einsatz. Diese soll auch weiterhin nach Fristablauf neu befristet werden.

Somit steht die Strecke schon wieder länger in Betrieb, als sie stillgelegt war.

 

Stimmen der Bürgermeister dazu:

„In den letzten Jahrzehnten wurde mit dem Wiederaufbau und dem Eisenbahnbetrieb durch die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins „Museumsbahn Schönheide e.V.“ wirklich Herausragendes geleistet. Neben der Wiederherstellung historischer Technik, so dass sie auch für künftige Generationen buchstäblich „zum Be-Greifen“ zur Verfügung steht, ist die Bahn auch sehr wichtig für die Außenwirkung unserer Region“, so Andreas Gruner, Bürgermeister der Gemeinde Steinberg.

„Die Verbindung, die Sachsens erste, längste und schönste Schmalspurbahn einst in der Region geschaffen hat, ist bis heute spürbar. Die weitere Vernetzung – ob im alltäglichen oder touristischen Bereich, entlang der ehemaligen Schmalspurbahnroute von Wilkau-Hasslau nach Carlsfeld – ist eine Aufgabe, der wir uns aktuell auch in den anliegenden Kommunen mit viel Engagement und Freude gemeinsam stellen.“ fügt der Steinberger Ortschef hinzu. 

 

Der Schönheider Bürgermeister Thomas Lang würdigte ebenfalls die besondere Leistung des Vereins vor dem Hintergrund dieser herausragenden Nach-Wendeleistung. Als die Gemeinde, in welcher der Eisenbahnbetrieb aufgrund vorhandener Ressourcen noch durchgeführt wird, ist der Fokus auf Erhalt des Vorhandenen und Entwicklung von Konzepten gerichtet: „Das stählerne Netz der Schienen verband einst regional und lokal Arbeitsplätze, die Güterverkehre füllten Läger und transportierten Rohstoffe für die Bürsten- und Holzindustrie. Diese Zeit wird in dieser Intensität nicht zurückkommen, aber der Tourismus mit all seinen Möglichkeiten kann in vielfältiger Art und Weise wertschätzend daran erinnern. Wir sollten unserer nachfolgenden Generationen weitestgehend alle Optionen dazu offenhalten.“

 

„Angesichts der Infrastrukturellen Herausforderungen unserer Tage scheint vielen Menschen ein Wiederaufbau – wenn auch nur teilweise - der historischen Bahnstrecke unrealistisch. Es waren aber zu jeder Zeit die Visionäre, welche an großen Zielen festgehalten und sich Herausforderungen gestellt haben“, merkt Stützengrüns Bürgermeister Volkmar Viehweg an. „Groß denken und Mut haben - das muss unsere Maxime im Blick auf die Zukunft sein“, so Viehweg weiter. Mobilität im ländlichen Raum ist nur ein Aspekt, der die Menschen bewegt. Bund und Länder müssen den Kommunen vor Ort mehr Vertrauen schenken, gerade im Hinblick auf die finanzielle Ausstattung und die Verwendung der Infrastrukturmilliarden. Dann werden sich auch nachhaltige und sinnvolle Verbindungen zwischen Kommunen und Regionen im ländlichen Raum gut gestalten lassen, meint Viehweg. Der Abschnitt des Bahn´l-Radweges zwischen Stützengrün und Rothenkirchen ist nur eines von vielen guten Beispielen. Der Alltags-Radverkehr wird hier gleichauf mit der parallellaufenden Eisenbahntrasse geführt und dient auch der Neuschaffung touristischer Grundlagen durch derartige Verbindungen zwischen mehreren Orten, ja sogar mehreren Landkreisen.

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