Der Gewinner ist: Die Köstliche aus Charneux - Birne wird Obstsorte des Jahres 2026
Weil Abwechslung immer gut ist, vor allem wenn es ums Essen geht, wurde diesmal eine Birne zur Obstsorte des Jahres der Montanregion Erzgebirge und Nachfolgerin des Safranapfels gewählt. Die Kürung findet wie immer auf dem Westerzgebirgischen Öko- und Streuobstmarkt in Schneeberg statt, der dieses Jahr am Sonnabend, den 11. Oktober, über die Bühne geht. Wie im vorigen Jahr werden dort auch 3 hochstämmige Bäume der Sorte verlost. Auch ein Obstkundler wird wieder vor Ort sein, der alle Fragen rund ums Obst gerne beantwortet und unbekannte Sorten bestimmt. In einem solch guten Obstjahr wie 2025 dürfte das Interesse groß sein. Und natürlich werden wieder viele Händler von 9 bis 16 Uhr auf dem Marktplatz von Schneeberg ihre regionalen Produkte anbieten, auch viele Informationen über Natur und Landschaft der Region wird es geben.
Mit der Obstsorte des Jahres soll daran erinnert werden, dass über lange Zeiträume in der Vergangenheit für Bergleute und überhaupt große Teile der Bevölkerung die Selbstversorgung mit Lebensmitteln geradezu unentbehrlich war und dabei der Obstanbau eine ganz wesentliche Rolle spielte. Ein Gesichtspunkt, der bei der Pflege der Bergbautradition wenig Aufmerksamkeit erhält, aber durchaus der Erinnerung wert ist. Darauf gehen viele der noch vorhandenen Obstbäume in Obstgärten und Streuobstwiesen zurück. Sie sind auch heute noch ideal für eine gesunde, schmackhafte Ernährung, wertvolle Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen und wunderbare Orte zum Genießen und Beobachten der Natur für Jung und Alt.
Aus all diesen Gründen sollen auch einige Bäume dieser bewährten und sehr empfehlenswerten Sorte an geeigneten Orten gepflanzt werden: im Umfeld von Fundgruben oder anderen Bergbaudenkmälern, aber auch an Schulen, Kindergärten oder anderen öffentlichen Flächen. Und die Bevölkerung dazu angeregt werden, diesem Beispiel zu folgen. Genannte Einrichtungen können sich gerne beim Landschaftspflegeverband (03772 24879) melden, wenn Interesse an der Pflanzung einer solch köstlichen Birne besteht.
Matthias Scheffler
Landschaftspflegeverband Westerzgebirge/ NABU Aue-Schwarzenberg